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Reise-Panorama
Steinerne Bogenbrücke mit Besuchern zwischen hohen Sandsteinfelsen an der Bastei, ringsum Laub- und Nadelbäume, dahinter Tafelberge unter leicht bewölktem Himmel
Foto: OrcaTec / Pixabay, Pixabay-Inhaltslizenz

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Sächsische Schweiz wandern: Malerweg, Bastei und Anreise

Über 1.000 Kilometer markierte Wege, ein 116 Kilometer langer Fernwanderweg und die Bastei als bekanntester Aussichtspunkt: Wer im Elbsandsteingebirge wandert, sollte vorher wissen, welche Wege nach dem Sturm vom Sommer 2026 noch gesperrt sind und wie man ohne Auto zum Start kommt.

Von Redaktion 12 Min. Lesezeit

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Auf deutscher Seite des Elbsandsteingebirges gibt es laut Tourismusverband Sächsische Schweiz mehr als 1.000 Kilometer markierte Wanderwege. Wer in der Sächsischen Schweiz wandern will, landet meist zuerst bei zwei Namen: dem Malerweg, einem Fernwanderweg mit acht Etappen und rund 116 Kilometern, und der Bastei mit ihrer Steinbrücke rund 200 Meter über der Elbe.

Bevor es losgeht, lohnt ein Blick auf die Sperrungen. Am 31. Juli 2026 zog ein schwerer Sturm mit Böen um 90 km/h von Rathen in Richtung Hohnstein, so steht es in der Allgemeinverfügung des Landratsamts Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Seitdem ist ein Teil des bekanntesten Wandergebiets rund um die Bastei gesperrt. Der Weg auf die Bastei selbst ist wieder offen.

Sicherheitshinweis: Nach der Allgemeinverfügung vom 14. August 2026 sind „bis auf Widerruf“ alle Wege im Wehlgrund und im Raaber Kessel gesperrt, dazu unter anderem der Amselgrund vom Ortsende Rathen bis zum Abzweig Schwedenlöcher, der Mühlenweg nördlich von Rathen, Pionierweg und Knotenweg sowie der Aufstieg von der Kasse der Felsenbühne zum Basteiweg (Stand 22.10.2026). Wer gesperrte Waldwege betritt, riskiert nach dem Sächsischen Waldgesetz ein Bußgeld bis 2.500 Euro, in besonders schweren Fällen bis 10.000 Euro. Der Landkreis gehört laut Robert Koch-Institut außerdem zu den FSME-Risikogebieten. Zeckenschutz gehört deshalb ins Gepäck, die Impfung lässt sich vorab ärztlich klären. Notruf: 112.

Was das Wandergebiet ausmacht

Das Bundesamt für Naturschutz beschreibt die Sächsische Schweiz als Landschaft aus Tafelbergen, die hier „Steine“ heißen, aus Felsnadeln, Türmen, Schluchten und Klammen. Den Kern bildet der Nationalpark Sächsische Schweiz. Um ihn herum liegt das Landschaftsschutzgebiet, in dem die Regeln lockerer sind. Rechts der Elbe stehen die zerklüfteten Felsreviere mit Bastei, Schrammsteinen und Affensteinen. Links der Elbe dominieren einzelne Tafelberge wie Pfaffenstein, Papststein oder Gohrisch.

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Typisch sind Stufen, Eisenleitern und schmale Stiegen. Die Nationalparkverwaltung schreibt dazu nüchtern: „Ein bisschen Kraxelei gehört auch manchmal dazu.“ Für Ungeübte heißt das, dass eine Tour von zehn Kilometern hier länger dauert als im Flachland, weil viele Höhenmeter auf kurzer Strecke liegen.

Wegzeichen richtig lesen

Die grünen Wegweiser zeigen Ziele in weißer und Wegnamen in gelber Schrift, Entfernungen stehen als Gehzeit in Stunden. Die Farbe der Markierung verrät die Bedeutung des Weges. So erklärt es die Nationalparkverwaltung:

ZeichenBedeutungFür Wanderer
Blauer Strichüberregionaler Wanderwegfrei begehbar
Roter Strich oder Punktregionaler Wanderwegfrei begehbar
Grün oder gelbörtlicher Wanderwegfrei begehbar
Grünes Dreieck auf GrauBergpfadTrittsicherheit nötig
Schwarzes Dreieck auf WeißKletterzustiegkein Wanderweg, meist Sackgasse
Schwarzes X auf Weißzum Naturschutz gesperrtnicht betreten
Schräger grüner StrichLehrpfadfrei begehbar

Der Tourismusverband rät, eine Karte oder einen GPX-Track offline auf dem Handy zu speichern, weil der Empfang zwischen den Felsen oft wegbricht. Google Maps hält er für Wanderungen ausdrücklich für ungeeignet und nennt Apps wie Outdooractive oder Mapy als Alternative.

Bastei-Wanderung: welche Wege offen sind

Die Bastei ist eine Felsgruppe über dem Kurort Rathen. Die Steinbrücke stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und verbindet den Basteifelsen mit der mittelalterlichen Felsenburg Neurathen, beschreibt das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. Wer zu Fuß hinaufgeht, hat nach dem Sturm drei sinnvolle Möglichkeiten.

Ab Kurort Rathen über den Basteiweg

Der kürzeste Aufstieg beginnt am S-Bahn-Haltepunkt Kurort Rathen auf der linken Elbseite. Mit der Gierseilfähre geht es hinüber nach Rathen, dann über den Basteiweg mit vielen Stufen nach oben. Laut Landratsamt liegt diese Zuwegung von Altrathen bergauf außerhalb des Sperrgebiets. Als Rückweg bietet sich derselbe Weg an, denn der Verbindungsweg von der Felsenbühnenkasse zum Basteiweg und der untere Amselgrund mit dem Amselsee sind gesperrt.

Ab Stadt Wehlen über den Steinernen Tisch

Diese Variante ist der erste Teil der zweiten Malerweg-Etappe. Von Stadt Wehlen geht es elbaufwärts und über den Schwarzbergweg hinauf zum Rastplatz Steinerner Tisch. Dessen Geschichte reicht laut Tourismusverband bis 1710 zurück, als Kurfürst Friedrich August I., genannt August der Starke, dort den Grundstein für eine Waldwirtschaft legte. Von dort führt der Fremdenweg zur Bastei. An Sommerwochenenden und Feiertagen fährt die Buslinie 239 von Stadt Wehlen zur Bastei, so lässt sich die Tour auch als Strecke ohne Rückweg gehen.

Ab Lohmen oder Rathewalde über die Schwedenlöcher

Der Tourismusverband beschreibt eine Runde am blauen Strich, für die es ab Lohmen mit dem Bus 237 zur Bastei geht: 4,8 Kilometer, 1:45 Stunden, 211 Höhenmeter (Stand der Beschreibung Juni 2024). Sie führt über die Bastei, die Schwedenlöcher und den Amselgrund. Seit der Allgemeinverfügung vom 14. August 2026 sind die Schwedenlöcher und der obere Amselgrund von Rathewalde bis zum Abzweig Schwedenlöcher wieder freigegeben. Der Abschnitt zum Amselsee bleibt zu. Wer die Runde gehen will, sollte deshalb vorher die Sperrkarte des Landratsamts prüfen und am Abzweig Schwedenlöcher Richtung Rathewalde bleiben.

Ohne Wanderung geht es auch: Die Buslinie 237 fährt laut Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge täglich von Pirna und Sebnitz bis zur Haltestelle Bastei. Wer mit dem Auto kommt, kann am Park-and-ride-Platz Rathewalde in einen Shuttlebus umsteigen.

Der Malerweg: acht Etappen im Überblick

Der Malerweg wurde 2006 eröffnet und folgt in etwa der Route, auf der Maler und „Schweizreisende“ bis Mitte des 19. Jahrhunderts durch das Gebirge zogen. Er beginnt in Pirna-Liebethal, führt rechts der Elbe durch den Nationalpark bis an die böhmische Grenze bei Schmilka und kehrt links der Elbe über die Tafelberge nach Pirna zurück. Der Tourismusverband nennt rund 116 Kilometer als Richtwert. Der offizielle Gesamttrack kommt auf 115,66 Kilometer, 3.524 Höhenmeter im Aufstieg und 44:15 Stunden reine Gehzeit.

Die einzelnen Etappen sind knapp 11 bis gut 18 Kilometer lang. Die folgende Tabelle fasst die offiziellen Etappenwerte des Tourismusverbands zusammen. Die Gehzeiten enthalten keine Pausen und keine Abstecher.

EtappeStreckeLängeGehzeitAufstiegAbstieg
1Pirna-Liebethal – Stadt Wehlen11,55 km3:30 h110 m141 m
2Stadt Wehlen – Hohnstein10,91 km4:45 h499 m345 m
3Hohnstein – Altendorf13,96 km5:30 h449 m440 m
4Altendorf – Neumannmühle18,35 km7:15 h553 m662 m
5Neumannmühle – Schmilka13,65 km7:00 h587 m676 m
6Schmilka – Kurort Gohrisch18,00 km7:00 h667 m448 m
7Kurort Gohrisch – Weißig16,58 km6:15 h568 m639 m
8Weißig – Pirna13,77 km5:00 h256 m360 m

Addiert man die acht Etappen, ergeben sich 116,77 Kilometer und 46:15 Stunden Gehzeit. Das ist etwas mehr als beim Gesamttrack, weil Anfang und Ende jeder Etappe einzeln gemessen sind. Im Schnitt sind es 14,6 Kilometer und knapp sechs Stunden reine Gehzeit pro Tag.

Welche Etappen anspruchsvoll sind

Die Etappe 1 ist die Einstimmung: wenig Höhenmeter, Liebethaler Grund mit dem Richard-Wagner-Denkmal, Uttewalder Grund mit Felsentor. Die Etappen 2, 3 und 8 stuft der Tourismusverband als mittelschwer ein. Anspruchsvoll sind die Etappen 4 bis 7.

Die Etappe 4 hat mit 7:15 Stunden die längste Gehzeit und gilt wegen Dauer und Länge als anspruchsvoll. Sie führt über den Flößersteig im Kirnitzschtal in die Schrammsteine, über den Jägersteig mit Eisenleitern zum Schrammsteingratweg und weiter zum Kuhstall, dem größten Felsentor der Sächsischen Schweiz. Für den Aufstieg in die Schrammsteine gibt es mit dem Wildschützensteig eine kürzere, aber schwierigere Variante.

Zerklüftete Sandsteinfelsen der Schrammsteine mit vielen Türmen und Spalten, darunter dichter Nadelwald, im Hintergrund Hügelland
Die Schrammsteine bei Bad Schandau, eine lang gestreckte Felsgruppe über dichtem Wald. Foto: hbieser / Pixabay (Quelle, Pixabay-Inhaltslizenz)

Auf der Etappe 5 geht es auf den Großen Winterberg mit 556 Metern, den zweithöchsten Berg der Sächsischen Schweiz. Höher ist nur der Große Zschirnstein mit 561 Metern links der Elbe. Am meisten Höhenmeter im Aufstieg hat die Etappe 6 mit 667 Metern, weil sie gleich hinter Schmilka steil ansteigt und danach Papststein und Gohrisch überquert. Auf der Etappe 7 führt der Aufstieg zum Pfaffenstein durch das enge Nadelöhr, danach geht es an der Festung Königstein vorbei. Für einen Festungsbesuch empfiehlt der Tourismusverband zwei zusätzliche Stunden.

Umleitung auf Etappe 2

Die zweite Etappe ist von der Sturmsperrung direkt betroffen. Der Originalverlauf führt von der Bastei über den Basteiweg hinab nach Rathen und durch den Amselgrund am Amselsee vorbei. Der Tourismusverband leitet Wanderer derzeit von der Bastei über die Schwedenlöcher und den oberen Amselgrund zur Rathewalder Mühle. Auch der Schindergraben bei Hohnstein ist nach Angaben auf der Etappenseite gesperrt und ausgeschildert umgeleitet. Die Umleitung steht als Wegbeschreibung auf der Etappenseite.

Rechenbeispiel: Wie viel Zeit ein Wandertag braucht

Die offiziellen Zeiten sind reine Gehzeiten. Ein realistischer Tag sieht anders aus. Ein Beispiel für Etappe 4 mit eigenen Annahmen:

  • Gehzeit laut Tourismusverband: 7:15 h
  • Abstecher zur Schrammsteinaussicht und zurück, geschätzt: 0:30 h
  • Mittagspause: 0:45 h
  • Zwei kurze Pausen und Fotostopps: 0:45 h
  • Summe: 9:15 h

Wer um 9 Uhr in Altendorf startet, ist also gegen 18:15 Uhr an der Neumannmühle. Im Oktober ist es dann je nach Datum schon dämmrig oder dunkel. In der kühlen Jahreszeit lohnt es sich daher, früher aufzubrechen oder lange Etappen zu teilen. Unterwegs passiert die Etappe den Lichtenhainer Wasserfall, die Endstation der Kirnitzschtalbahn. Dort lässt sich die Etappe beenden und der Rest am nächsten Tag gehen.

Mit festem Quartier oder Gepäcktransport

Den Malerweg muss niemand mit wechselnden Unterkünften gehen. Nach Angaben des Tourismusverbands lassen sich alle Etappen mit Bus und Bahn starten und beenden, von einem einzigen Quartier aus. Wer lieber weiterzieht, kann Pakete mit Gepäcktransport buchen. In der Hochsaison sollten Einzelnächte früh reserviert werden: Mai bis Oktober nennt der Verband als „äußerst gut besucht“. Im Winter halten manche Unterkünfte geschlossen.

Zur Frage, ob Kinder den Malerweg schaffen, gibt der Verband eine ehrliche Antwort. Es gebe Familien, die ihn mit zehnjährigen Kindern gehen, mindestens Schulalter solle es sein. An vielen Abhängen und Aussichtspunkten gibt es kein Geländer. Hunde sind erlaubt, einzelne Leitern und Gitterstufen sind für sie aber schwierig.

Weitere Touren für einen Tag

Viele der schönsten Tagestouren liegen direkt am Malerweg und lassen sich als Ausschnitt gehen. Die Tabelle nennt bewährte Ziele mit dem jeweils passenden Startpunkt und der Anbindung, wie sie Tourismusverband und Regionalverkehr angeben. Längen variieren je nach Rundweg, deshalb stehen hier nur die Ausgangspunkte.

ZielLageStartpunktAnbindungAnspruch
Basteirechts der ElbeKurort RathenS1 und FähreStufen, kurz und steil
Schrammsteinerechts der ElbeBad Schandau, Ostrauer MühleS1, Bus 241 oder 252Eisenleitern
Kuhstall und HimmelsleiterKirnitzschtalLichtenhainer WasserfallKirnitzschtalbahn, Bus 241Leiter, mittel
Großer Winterbergrechts der ElbeSchmilkaBus 252steiler Abstieg
Pfaffensteinlinks der ElbePfaffendorf, KönigsteinS1, Bus 244enge Stiege
Papststein und Gohrischlinks der ElbeKurort GohrischBus 244Treppen

Für mehrere Tage gibt es neben dem Malerweg den Forststeig Elbsandstein. Er führt laut Nationalparkverwaltung auf 105 Kilometern durch das Landschaftsschutzgebiet links der Elbe. Übernachtet wird bei Partnerbetrieben, auf offiziellen Biwakplätzen oder in Trekkinghütten.

Anreise mit Bahn, Bus und Fähre

Die Region liegt rund 30 Kilometer von Dresden entfernt. Das Rückgrat ist die S-Bahn-Linie S1, die nach Angaben der DB Regio halbstündlich zwischen Meißen, Dresden und Bad Schandau verkehrt und unterwegs in Pirna, Stadt Wehlen, Kurort Rathen und Königstein hält. Die Wanderorte am rechten Elbufer erreicht man von den Bahnhöfen mit Fähren.

In Bad Schandau hält die Nationalparkbahn U28. Sie fährt laut Verkehrsverbund Oberelbe alle zwei Stunden von Děčín über Bad Schandau und Sebnitz bis Rumburk in Tschechien, an Werktagen mit neun und am Wochenende mit acht Zugpaaren. Von März bis Oktober kommen die Wanderbusse hinzu. Für 2026 nennt der Regionalverkehr die Saison vom 28. März bis 1. November.

Wichtig für Urlauber ist die Gästekarte Sächsische Schweiz mobil. Übernachtungsgäste bekommen sie in den teilnehmenden Orten gegen die Gästetaxe. In Bad Schandau gilt sie vom Anreise- bis zum Abreisetag für beliebig viele Fahrten mit Bus, Bahn und Fähre in den VVO-Tarifzonen Pirna, Bad Gottleuba, Bad Schandau und Neustadt. Wer vor Ort übernachtet, braucht für die Wege zu den Startpunkten also meist kein eigenes Ticket. Ob der eigene Urlaubsort mitmacht, steht in der Buchungsbestätigung oder lässt sich bei der Unterkunft erfragen.

Regeln im Nationalpark

Die Nationalparkverwaltung nennt eine Reihe von Verboten, die viele Gäste nicht kennen. Die wichtigsten:

  • Wege nicht verlassen. In der Kernzone sind nur markierte oder durch Wegweiser gekennzeichnete Wege erlaubt.
  • Hunde immer an der Leine führen.
  • Rauchen und jede Art von Feuer sind verboten, Lagerfeuer nur an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt.
  • Zelten und Campen sind verboten, auch im Auto oder Wohnmobil. Übernachten unter Felsüberhängen, das „Boofen“, ist nur für Kletterer erlaubt, vom 16. Juni bis 31. Januar und nur an gekennzeichneten Stellen.
  • Keine Drohnen, im gesamten Nationalpark und im Landschaftsschutzgebiet.
  • Kein Baden und kein Betreten von Gewässern.

Im ganzen Wald und bis 100 Meter Abstand vom Waldrand ist offenes Feuer verboten, also auch Grillen, Kerzen und Himmelslaternen. Die aktuelle Waldbrandstufe verlinkt die Nationalparkverwaltung auf ihrer Seite zu den Wegesperrungen.

Wann sich das Wandern lohnt

Gewandert wird ganzjährig. Die meisten markierten Wege eignen sich laut Tourismusverband auch für den Winter. Von Mai bis Oktober ist am meisten los, besonders an der Bastei und rund um Rathen. Wer Ruhe sucht, plant Wochentage ein oder weicht auf die Tafelberge links der Elbe aus.

Ein Risiko unabhängig von der Jahreszeit sind abgestorbene Fichten. In mehreren Revieren hat der Borkenkäfer ganze Bestände zum Absterben gebracht. Der Tourismusverband rät, den Wald bei Wind, Starkregen und Schneelast zu meiden und nicht unter abgebrochenen Ästen stehen zu bleiben. Wege können kurzfristig unpassierbar sein, auch wenn keine Sperrung verfügt ist.

Checkliste vor der Tour

  1. Am Vortag den Wegeservice der Nationalparkverwaltung und die Sperrkarte des Landratsamts prüfen.
  2. Route und Rückweg mit Bus- und Bahnzeiten planen, Wanderbusse fahren nur von März bis Anfang November.
  3. Karte oder GPX-Track offline speichern.
  4. Feste Wanderschuhe mit Profil anziehen, für Leitern beide Hände frei haben.
  5. Ausreichend Wasser einpacken, unterwegs gibt es nicht überall Einkehr.
  6. Bei Sturmwarnung oder Starkregen auf Waldtouren verzichten.
  7. Lange Hose tragen und sich nach der Tour nach Zecken absuchen.
  8. Gästekarte ins Tagesgepäck stecken.

Häufige Fragen

Wie lange braucht man für den Malerweg?

Der Tourismusverband empfiehlt acht Tagesetappen. Die reine Gehzeit liegt nach den offiziellen Etappenangaben bei rund 46 Stunden. Wer Etappen zusammenlegt, braucht weniger Tage. Dann kommen aber schnell mehr als 20 Kilometer am Tag zusammen, die Etappen 1 und 2 ergeben zusammen schon 22,46 Kilometer.

Ist der Malerweg schwer?

Technisch ist er für gelegentliche Wanderer machbar, braucht aber Trittsicherheit. Leitern, Eisenstufen und Abschnitte ohne Geländer gehören dazu. Die Etappen 4 bis 7 haben jeweils mehr als 550 Höhenmeter im Aufstieg.

Ist die Bastei gesperrt?

Nein. Die Bastei und der Aufstieg über den Basteiweg ab Rathen sind offen (Stand 22.10.2026). Gesperrt bleiben nach dem Sturm unter anderem der untere Amselgrund mit dem Amselsee, der Wehlgrund und der Weg von der Felsenbühnenkasse zum Basteiweg.

Kann man mit Hund in der Sächsischen Schweiz wandern?

Ja, im Nationalpark gilt aber überall Leinenpflicht. Wege mit Leitern und Gitterstufen sind für viele Hunde nicht geeignet. Der Tourismusverband bietet eine eigene Malerweg-Variante mit kleinen Umwegen für Hundebesitzer an.

Was ist der Unterschied zwischen Elbsandsteingebirge und Sächsischer Schweiz?

Das Elbsandsteingebirge reicht über die Grenze bis nach Tschechien. Sein deutscher Teil heißt Sächsische Schweiz, der tschechische Böhmische Schweiz. Beide Seiten haben einen eigenen Nationalpark.

Fazit

Für einen ersten Besuch reichen zwei bis drei Tage: ein Tag für die Bastei ab Rathen oder Stadt Wehlen, ein Tag für Schrammsteine und Kuhstall, einer für die Tafelberge links der Elbe. Wer eine Woche hat, geht den Malerweg, am bequemsten von einem festen Quartier mit Gästekarte aus. Vor jeder Tour rund um Rathen gehört der Blick auf die aktuelle Sperrkarte dazu, denn nach dem Sturm vom Juli 2026 ändern sich die freigegebenen Wege noch.

Quellen

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